Erforderliche Unterlagen
- ✓Reisepass (6 Monate gültig)
- ✓Rückflugticket
- ✓Finanznachweis empfohlen
Visumfreie Einreise bis 90 Tage pro Kalenderjahr. KAZA Univisa für ZW/ZM separat erhältlich.
Botswana ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika, etwa so groß wie Frankreich, und grenzt an Südafrika, Namibia, Sambia und Simbabwe. Mehr als zwei Drittel der Fläche werden von der Kalahari geprägt, einer halbtrockenen Sandwüste mit dornigem Buschland und einer überraschenden Tierwelt. Das berühmte Okavango-Delta im Nordwesten ist eines der größten Binnendeltas der Welt; ein Fluss, der nicht ins Meer mündet, sondern in einem Mosaik aus Lagunen und Inselchen versickert. Im Norden bietet der Chobe-Nationalpark eine der höchsten Elefantendichten Afrikas.
Vor der Kolonialzeit war das Gebiet Heimat der Tswana-Stämme und der ältesten bekannten Bevölkerungsgruppe Afrikas, der San, deren Felsmalereien in den Tsodilo-Bergen UNESCO-Weltkulturerbe sind. 1885 stellte sich das Häuptlingstum der drei Tswana-Könige unter britischen Protektoratsschutz, um nicht der Burenrepublik einverleibt zu werden. Die Unabhängigkeit folgte 1966. Botswana gilt seither als ein bemerkenswertes politisches Erfolgsbeispiel: Es ist eine durchgehend stabile Mehrparteiendemokratie mit regelmäßigen Wahlen, vergleichsweise geringer Korruption und einem berechenbaren Rechtsstaat.
Die Entdeckung großer Diamantenvorkommen kurz nach der Unabhängigkeit verwandelte eines der ärmsten Länder Afrikas in einen Staat mit mittlerem Einkommensniveau. Der Bergbau wird weiterhin durch ein staatliches Joint Venture mit De Beers organisiert. Daneben spielen Viehwirtschaft, Tourismus und Finanzdienstleistungen eine wachsende Rolle. Kulturell ist Tswana die wichtigste ethnische und sprachliche Gruppe, daneben leben Kalanga, Herero, San und Subiya. Englisch ist Amtssprache, Setswana die Verkehrssprache. Werte wie kgotla, das traditionelle Versammlungswesen, und der Konsens prägen das politische Selbstverständnis.
Botswana ist ein vergleichsweise unkompliziertes Reiseziel. Deutsche Staatsangehörige reisen visumfrei für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen ein, sofern Reisepass mit ausreichender Restgültigkeit, Rückreiseticket und Unterkunftsnachweis vorliegen. Eine Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus Risikogebieten verlangt; Mindereinträge in den Pass durch fehlende Leerseiten können zur Abweisung führen.
Das Auswärtige Amt spricht keine besonderen Hinweise oder Warnungen aus; die Sicherheitslage gilt als ruhig. Eigentumsdelikte kommen vor allem in Gaborone und Francistown vor, sind aber mit üblicher Vorsicht beherrschbar. In abgelegenen Gebieten wie der Kalahari oder dem Okavango-Delta sind sorgfältige Vorbereitung, ausreichende Treibstoffreserven und Begleitung durch erfahrene Veranstalter unerlässlich. Wildtierbegegnungen erfordern striktes Befolgen der Verhaltensregeln; Elefanten, Flusspferde und Büffel sind keine Seltenheit in der Nähe von Camps.
Malaria tritt im Norden des Landes, insbesondere im Okavango, im Chobe-Gebiet und in der Region Kasane, vor allem in der Regenzeit von November bis April auf; eine Prophylaxe ist dort empfohlen. Im Zentrum und Süden ist das Risiko gering. Routineimpfungen sollten ergänzt werden, eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption ist sinnvoll. Das Klima ist semiarid mit heißen Sommern und kühlen, trockenen Wintern. Die Trockenzeit von Mai bis Oktober gilt als beste Reisezeit für Wildtierbeobachtungen, da sich die Tiere an den verbliebenen Wasserstellen sammeln. Bezahlt wird mit Pula; Kartenzahlung ist in den größeren Städten und Lodges weit verbreitet, Bargeld für entlegene Gebiete sollte aber stets mitgeführt werden.
Stand: 2026-04-15. Sicherheitslage und Einreiseregeln können sich jederzeit ändern.
Stand: 2026-04-15. Verbindlich sind ausschließlich die offiziellen Quellen unten.
Visa- und Einreiseentscheidungen liegen final bei den jeweiligen Behörden und Grenzbeamten.
Visa-Check in zwei Minuten — wir prüfen sofort, was du brauchst.