Erforderliche Unterlagen
- ✓Reisepass
- ✓Hotelbuchung
- ✓Rück- oder Weiterreiseticket
VOA für Tourismus, alternativ Jordan Pass mit Visa-Befreiung bei mind. 3 Übernachtungen.
Jordanien liegt im Herzen des Nahen Ostens und grenzt an Syrien, Irak, Saudi-Arabien, Israel und das Westjordanland. Vom fruchtbaren Jordantal über das Hochland um Amman, die rotsandigen Wüsten des Wadi Rum bis zum tiefsten Punkt der Erde am Toten Meer reicht die landschaftliche Spannweite eines kleinen, aber abwechslungsreichen Landes.
Die Geschichte Jordaniens reicht weit zurück: Hier verlief die antike Königsstraße, hier hinterließen Nabatäer mit Petra eines der eindrucksvollsten Bauwerke der Antike, in den Felsen geschlagen vor mehr als zwei Jahrtausenden. Römer, Byzantiner, Umayyaden, Kreuzfahrer und Osmanen prägten das Land, das im 20. Jahrhundert nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches britisches Mandatsgebiet wurde und 1946 als Haschemitisches Königreich Transjordanien unabhängige Eigenständigkeit erlangte. Seit 1999 regiert König Abdullah II., dessen Familie die Abstammung vom Propheten Mohammed beansprucht.
Jordanien ist trotz schwieriger Nachbarschaft eine bemerkenswert stabile Insel im Nahen Osten und beheimatet eine große Zahl palästinensischer, irakischer und syrischer Geflüchteter. Die Gesellschaft ist überwiegend sunnitisch-muslimisch, eine kleine, aber kulturell prägende christliche Minderheit lebt seit Jahrhunderten im Land. Wirtschaftlich stützt sich Jordanien auf Dienstleistungen, Tourismus, Pharmaindustrie, Phosphate, Kaliumsalze und Auslandsüberweisungen; Wasserknappheit ist eine zentrale Herausforderung. Bekannt ist Jordanien für Petra, das Wadi Rum, das Tote Meer mit seinen heilkräftigen Mineralien, die Taufstätte am Jordan, die Wüstenschlösser der Umayyaden und für eine Gastfreundschaft, die als Selbstverständlichkeit gilt.
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum, das in der Regel als Visa on Arrival am Flughafen Amman oder an Landgrenzen ausgestellt wird, sowie alternativ vorab über das Konsulat oder im Rahmen des „Jordan Pass“, der Visumgebühr und Eintritte zu vielen Sehenswürdigkeiten kombiniert. Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Die allgemeine Sicherheitslage gilt als verhältnismäßig stabil, dennoch wird zu erhöhter Vorsicht geraten, da Spannungen in der Region kurzfristig auf Jordanien ausstrahlen können. In Grenzgebieten zu Syrien und Irak sowie in einigen Flüchtlingslagern bestehen Reisebeschränkungen. Demonstrationen, gerade in Amman und im Süden, sollten gemieden werden. Straßenkriminalität gegen Touristen ist selten; im Verkehr ist mit ungewohnter Fahrweise zu rechnen.
Gesundheitlich genügen Standardimpfungen sowie eine Hepatitis-A-Impfung; bei längeren Aufenthalten sind Hepatitis B und Typhus sinnvoll. Die medizinische Versorgung in Amman ist gut, in ländlichen Regionen einfacher. Leitungswasser sollte gemieden werden.
Klimatisch ist Jordanien geprägt von milden Wintern und heißen, trockenen Sommern. Frühling und Herbst, also März bis Mai sowie September bis November, sind ideal für Petra, Wadi Rum und das Hochland; im Sommer können Wüstenwanderungen sehr anstrengend sein. Am Toten Meer und in Akaba bleibt es ganzjährig warm.
Bezahlt wird im jordanischen Dinar; Karten werden in Städten akzeptiert, Bargeld ist auf dem Land wichtig. Trinkgelder sind üblich, Kleidung sollte vor allem außerhalb von Amman zurückhaltend sein.
Stand: 2026-03-05. Sicherheitslage und Einreiseregeln können sich jederzeit ändern.
Stand: 2026-03-05. Verbindlich sind ausschließlich die offiziellen Quellen unten.
Visa- und Einreiseentscheidungen liegen final bei den jeweiligen Behörden und Grenzbeamten.
Visa-Check in zwei Minuten — wir prüfen sofort, was du brauchst.