Erforderliche Unterlagen
- ✓Personalausweis oder Reisepass
EU-Mitglied im Schengen-Raum. Personalausweis genügt.
Malta ist mit gut 316 Quadratkilometern einer der kleinsten Staaten der Europäischen Union, zugleich einer der am dichtesten besiedelten Länder der Welt. Der Archipel im zentralen Mittelmeer, südlich Siziliens, besteht aus den bewohnten Inseln Malta, Gozo und Comino sowie mehreren unbewohnten Eilanden. Die Landschaft ist karg, von honigfarbenem Kalkstein geprägt, mit Steilküsten, Buchten und einem Meeresblau, das fast unwirklich wirkt.
Die Geschichte Maltas reicht in die Jungsteinzeit zurück: Die Megalithtempel von Ġgantija und Ħaġar Qim sind älter als die Pyramiden. Phönizier, Karthager, Römer, Araber, Normannen, der Johanniterorden, Napoleon und schließlich die britische Kolonialherrschaft haben das Land geformt. Die Großbelagerung von 1565 und die Verteidigung im Zweiten Weltkrieg gehören zu den heroischen Erzählungen Maltas; die Unabhängigkeit kam 1964, der EU-Beitritt 2004, der Beitritt zur Eurozone 2008. Die maltesische Sprache, ein semitischer Dialekt mit starkem italienischem und englischem Einfluss, ist die einzige semitische EU-Amtssprache.
Wirtschaftlich tragen Tourismus, Finanzdienstleistungen, Online-Glücksspiel, maritime Logistik und seit jüngerer Zeit auch Filmproduktionen das Land. Valletta, die kleinste Hauptstadt der EU, gehört mit ihren barocken Festungsmauern zum UNESCO-Welterbe; Mdina, die „stille Stadt“, gilt als eines der atmosphärischsten Ensembles des Mittelmeers. Bekannt ist Malta für seine Tauchreviere, die Wahl als Drehort historischer Filme, das Pastizz-Gebäck, einen frommen, festfreudigen Katholizismus mit zahllosen Dorfprozessionen sowie für eine Mischung aus südeuropäischer Lebensart und britisch geprägten Verwaltungsstrukturen.
Als EU- und Schengen-Mitgliedstaat verlangt Malta von deutschen Staatsangehörigen kein Visum; der Personalausweis genügt. Das Auswärtige Amt veröffentlicht keine besonderen Sicherheitshinweise; die Kriminalität ist niedrig. In den belebten Ausgehvierteln um Paceville und an Stränden ist auf Taschendiebstahl zu achten. Demonstrationen sind selten und friedlich.
Klimatisch ist Malta typisch mediterran: heiße, sehr trockene Sommer, milde, regenreichere Winter. Reisesaison ist nahezu ganzjährig, allerdings sind Juli und August sehr heiß und überfüllt; angenehmer reist es sich von April bis Juni und von September bis November. Im Winter kann der starke Wind Fährverbindungen nach Gozo und Comino kurzfristig beeinträchtigen.
Die medizinische Versorgung ist gut, das Mater-Dei-Krankenhaus in Msida ist modern; die EHIC wird anerkannt, eine private Reisekrankenversicherung ist empfehlenswert. Bezahlt wird in Euro, Kartenzahlung ist verbreitet, in kleinen Bäckereien und Bussen empfiehlt sich jedoch Bargeld. Linksverkehr ist zu beachten – ein britisches Erbe –, die Straßen sind eng, und maltesischer Fahrstil verlangt Aufmerksamkeit. Das Bussystem ist günstig und deckt die Insel gut ab; Fähren verbinden Valletta mit Sliema und das Mġarr auf Gozo mit Ċirkewwa. Englisch ist neben Maltesisch Amtssprache, sodass die Verständigung mühelos gelingt. Achtung gilt Klippen ohne Geländer und starkem Sonnenschutz im Sommer.
Stand: 2026-04-20. Sicherheitslage und Einreiseregeln können sich jederzeit ändern.
Stand: 2026-04-20. Verbindlich sind ausschließlich die offiziellen Quellen unten.
Visa- und Einreiseentscheidungen liegen final bei den jeweiligen Behörden und Grenzbeamten.
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