Erforderliche Unterlagen
- ✓Reisepass (6 Monate gültig)
- ✓Rückflugticket
Visumfreie Einreise bis 90 Tage. Umweltabgabe von 100 USD ist im Flugticket enthalten.
Die Republik Palau umfasst rund dreihundertvierzig Inseln am westlichen Rand Mikronesiens, etwa achthundert Kilometer östlich der Philippinen. Die Hauptinsel Babeldaob ist mit knapp vierhundert Quadratkilometern die größte; Koror, jahrzehntelang Hauptstadt und bis heute wirtschaftliches Zentrum, liegt auf einer kleinen Schwesterinsel. Seit 2006 amtiert die Regierung in Ngerulmud auf Babeldaob, einem der bevölkerungsärmsten Hauptstädte der Welt. Insgesamt leben etwa achtzehntausend Menschen im Land. Die berühmten Rock Islands, dichtbewachsene Kalksteinhöcker im türkisfarbenen Lagunenmeer, gelten als eines der ökologisch wertvollsten Riffsysteme des Planeten.
Austronesische Seefahrer erreichten Palau vor rund dreitausend Jahren. Aus der Begegnung mit philippinischen, indonesischen und melanesischen Einflüssen entstand eine eigenständige Sprache und eine matrilineare Gesellschaftsordnung mit den Bai-Versammlungshäusern als architektonischem Mittelpunkt. Spanier, Deutsche und Japaner kontrollierten das Archipel nacheinander; auf Peleliu fand 1944 eine der härtesten Schlachten des Pazifikkriegs statt, deren Bunker und Wracks bis heute zu sehen sind. 1994 erlangte Palau die Unabhängigkeit unter einem Compact of Free Association mit den USA.
Wirtschaftlich lebt das Land vom Tourismus, von Fischereilizenzen, US-Transferzahlungen und einem ambitionierten Meeresschutzansatz: Achtzig Prozent der ausschließlichen Wirtschaftszone sind als Sanktuarium ausgewiesen, und jeder Einreisende unterzeichnet seit 2017 den Palau Pledge, ein in den Reisepass gestempeltes Versprechen, Natur und Kultur zu achten. Trotz seiner geringen Größe spielt Palau in der Klima- und Ozeandiplomatie eine bemerkenswerte Rolle und kombiniert eine traditionelle Häuptlingsstruktur mit einer modernen Demokratie nach US-Vorbild.
Für Palau bestehen derzeit keine besonderen Hinweise des Auswärtigen Amtes. Deutsche Reisende erhalten visafrei einen Aufenthalt von bis zu neunzig Tagen, ein noch sechs Monate gültiger Reisepass und ein Weiterflugticket sind erforderlich. Bei Einreise ist eine Erklärung zur Umweltabgabe sowie der Palau Pledge zu unterzeichnen. Eine deutsche Auslandsvertretung gibt es nicht; zuständig ist die Botschaft in Manila.
Sicherheitspolitisch zählt Palau zu den ruhigsten Reiseländern der Region. Eigentumsdelikte sind selten, größere soziale Spannungen kaum bekannt. Auf das Berühren oder Sammeln von Korallen, Muscheln und historischen Kriegsrelikten stehen empfindliche Strafen. Beim Schnorcheln und Tauchen, dem Hauptanziehungspunkt des Landes, sind ausschließlich lizensierte Anbieter zu wählen, da Strömungen, etwa am German Channel oder bei Blue Corner, anspruchsvoll sind.
Die medizinische Versorgung ist auf das Belau National Hospital in Koror konzentriert und für Grundfälle ausreichend; bei schweren Erkrankungen erfolgt ein Lufttransport nach Guam, Manila oder Taipeh. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption und ausreichende Tauchunfalldeckung sind unerlässlich. Empfohlen werden Schutz gegen Hepatitis A, Typhus und Tetanus.
Das Klima ist ganzjährig tropisch mit Temperaturen um achtundzwanzig Grad. Die Regenzeit reicht von Mai bis November, Taifune ziehen meist nördlich vorbei, können aber starke Regenfälle bringen. Der Klimawandel zeigt sich in Korallenbleiche und steigenden Meerestemperaturen.
Inneratollarer Transport erfolgt über Boote zu den Rock Islands sowie über eine asphaltierte Hauptstraße auf Babeldaob; Inlandsflüge bestehen kaum. Internationale Anreise läuft über Guam, Manila oder Taipeh. Bezahlt wird in US-Dollar; Karten werden in Hotels und größeren Restaurants akzeptiert, Geldautomaten finden sich in Koror. Mobilfunk und Internet sind in Koror solide, auf entlegenen Inseln eingeschränkt.
Stand: 2026-04-15. Sicherheitslage und Einreiseregeln können sich jederzeit ändern.
Stand: 2026-04-15. Verbindlich sind ausschließlich die offiziellen Quellen unten.
Visa- und Einreiseentscheidungen liegen final bei den jeweiligen Behörden und Grenzbeamten.
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